2. Anwendungstechnische Hinweise
Entsprechend der Verordnung MA 64-39/2004 Tabelle 1 darf EMALIT-H – welches auch der ÖNORM EN 14179-2 entspricht - für folgende Anwendungen eingesetzt werden:
1.1.2 Glaswände an nicht absturzgefährlichen Stellen
1.1.3 Fassadenbekleidungen
1.1.5 bewegliche Elemente
Zulässige Biegespannungen lt. Tabelle 3:
„Emailliertes ESG aus Floatglas 30 N/mm²“
In verschiedenen Regelwerken u.a. in oben genannter Verordnung wird an Gläsern, die hohe Energieabsorptionswerte aufweisen (z.B. Einfärbung, Beschichtung) ein Heat-Soak-Test gefordert.
Standardmäßig werden daher alle Email Produkte in ESG-H ausgeführt.
Erläuterungen
Bei EMALIT-H wird in der Regel die emaillierte Seite als die der Bewitterung abgewandten Seite eingebaut. Die vorgesehene Betrachterseite ist immer außen (Bewitterungsseite). Davon abweichende Applikationen in Bezug auf Eigenschaften und Anwendung sind im Einzelfall mit uns abzustimmen, insbesondere:
- Einsatz für den Durchsichtsbereich (Betrachtung von beiden Seiten, z.B. Trennwände, ...)
- Anwendung mit direkter Hinterleuchtung
- Kantenqualität und eventuell freistehende Sichtkanten
Detailliertere Informationen zur Beurteilung des Farbeindruckes, Hinweise zur Anwendung, etc. entnehmen Sie der Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von emaillierten und siebbedruckten Gläsern. Hinweise zur Anwendung entnehmen Sie den Kapiteln 7.1.1 und 7.1.2 und 7.2 des Handbuchs Toleranzen.
[PDF] Handbuch Toleranzen
Muster
Zwischen Farbmustern und der Originallieferung können Farbunterschiede auftreten, da die Eigenfarbe des Glases, die Dicke und die Oberflächenstruktur den Farbeindruck beeinflussen, bzw. sich bei jeder Farbe differenziert auswirken. Daher können Farbabweichungen zwischen Muster und Lieferung keinen Mangel darstellen. Im Zweifelsfall empfehlen wir eine 1:1 Bemusterung durchzuführen, bei EMALIT-H METALL ist diese obligatorisch.
Die thermische Vorspannung bedingt, dass nachträgliches Bearbeiten des Glases wie schneiden, schleifen, bohren etc. nicht vorgenommen werden darf. Dies führt sofort zu Bruch oder wesentlicher Verschlechterung der Materialeigenschaften!
Alle Veredelungsprozesse sind daher immer vor dem Vorspannprozess durchzuführen.
Benetzbarkeit der Glasoberfläche
Die Benetzbarkeit der Glasoberfläche kann durch Abdrücke von Rollen, Fingern, Etiketten, Papiermaserungen, Vakuumsaugern, Glättmitteln oder Gleitmitteln unterschiedlich sein. Bei feuchten Glasoberflächen infolge Beschlagsbildung, Regen oder Reinigungswasser kann die unterschiedliche Benetzbarkeit sichtbar werden. Derartige Erscheinungen sind charakteristische Merkmale und nicht reklamationsfähig.
[PDF] Allgemeine Reinigungs- und Wartungsempfehlung
[PDF] Allgemeine Verglasungsrichtlinien
[PDF] Besondere Einbau- und Pflegehinweise EMALIT-H BIOCLEAN
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