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4BIRD Technik

Der wirksamste Vogelschutz in der Glasarchitektur

Österreich setzt Maßstäbe

Österreichische Umweltanwaltschaften haben in den letzten Jahren Forschungsarbeiten unterstützt, die zum Ziel hatten, aussagekräftige und reproduzierbare Prüfmethoden zu erarbeiten.

Dass Naturschutz in Österreich hohe Priorität hat, beweist die derzeit in Ausarbeitung befindliche ON-Regel 191040 – Vogelschutzglas – Prüfung der Wirksamkeit. Die wissenschaftliche Grundlage lieferte die Prüfmethode der Biologischen Station Hohenau-Ringeldorf durch den Flugtunnel II. Diese reproduzierbare Methode ist geeignet, das Kollisionsrisiko zuverlässig zu beurteilen. Vögel kommen dabei nicht zu Schaden. Sie werden nur für einen Versuch verwendet und danach unverzüglich freigelassen.

Internationale Anerkennung fand diese Prüfmethode bereits in den USA, eine baugleiche Anlage wird dort errichtet.

Die Hohenauer Experimente machen deutlich, dass nur hohe Wirksamkeiten (9:1), wie von Rössler & Laube 2008 empfohlen, als Schutzziel betrachtet werden können. Diese ist durch den Einsatz von intelligenten Produkten schon heute möglich.

Um Ihre optimale Objektlösung zu finden, bietet die österreichische Wiener Umweltanwaltschaft eine situationsgerechte Beratung unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse an. [Kontakt]

Die vielfach propagierten Wirkungsmechanismen, die auf die Theorie der Wahrnehmbarkeit von UV-Licht durch Vögel aufbauen, konnten durch die Hohenauer-Methode noch nicht belegt werden.

1. Abmessungen und Aufbau

 
4BIRD SECURIT-H 2800 x 6000 mm
4BIRD STADIP 2650 x 5200 mm
  2000 x 5600 mm
  1650 x 6000 mm

Die Trägerscheibe von 4BIRD als Einfachglas wird standardmäßig aus Einscheibensicherheitsglas SECURIT-H [>] hergestellt. Bei VSG Ausführungen bestehen die Einzelscheiben standardmäßig aus teilvorgespanntem PLANIDUR mit 0,76 mm PvB Folie. Die 4BIRD Markierung liegt in der Regel nur auf einer der äußeren Scheibenoberflächen.

 
 

2. Anwendungstechnische Hinweise

Die Mindestglasdicke der Trägerscheibe beträgt 4 mm und ist je nach Anwendung den statischen Anforderungen nach den geltenden Regeln der Technik zu bemessen. Die Glasdicke hat keinen Einfluss auf die Vogelschutzfunktion. Reflektierende Glasbeschichtungen sind nicht zulässig. Zur Verbesserung der Schallschutzeigenschaften empfehlen wir STADIP SILENCE [>].

Im Gegensatz zu aufgeklebten Folien oder Kunststoffen ist die eingebrannte keramische 4BIRD Markierung eine dauerhafte und bewährte Lösung. Auch von einer nachträglichen Beklebung von ESG mit Folien wird ausdrücklich abgeraten, da dadurch die Sicherheitsfunktion aus bautechnischer Sicht im Bruchfalle (Zerbrechen in kleine Glaskrümmel nicht mehr gegeben ist.

Einbau

Grundsätzlich sollten die Gläser so eingebaut werden, dass die Beschichtung dem zu erwartenden Vogelanflug zugekehrt ist. Für freistehende Anlagen, wie z.B. Schallschutzwände oder Wartehäuschen, kann keine bevorzugte Anflugrichtung festgelegt werden. Daher ist für solche Anwendungen immer eine beidseitige 4BIRD Markierung zu bevorzugen. Diese ist nur in VSG herstellbar.

Für 4BIRD gelten sinngemäß unsere Allgemeinen Verglasungsrichtlinien [>].

 
 
 

3. Bearbeitungen

3.1 Kantenbearbeitung

Standardmäßig wird SECURIT-H bzw. bei STADIP die Einzelscheibe PLANIDUR bis 2140 x 2140 mm mit gesäumten Kanten geliefert. Ab 2140 x 2140 mm Kanten nur fein oder poliert möglich.

3.2 Lochbohrung

bis 12 mm Glasdicke
Der Lochbohrungsdurchmesser (D) darf nicht kleiner sein als die Glasdicke (S).

Glasdicke 15 und 19 mm
Bohrdurchmesser mindestens 18 bzw. 25 mm.

Produktionsbedingte Mindestabstände sind einzuhalten.

 
Kante gesäumt (KGS)
 
 

4. Kennzeichnung

SECURIT-H

Entsprechend EN 14179 sind alle ESG-H Gläser sichtbar und dauerhaft gekennzeichnet.

STADIP

aus 2 x TVG wird standardmäßig gekennzeichnet.

 
 

5. Nachweise

Überstimmungszertifikat
Die Trägerscheiben von 4BIRD entspricht der deutschen Bauregelliste A Teil 1 2004/1 Anhang 11.4.2 bzw. Teil 1 Lfd. Nr. 11.8.