Heißgelagertes Einscheibensicherheitsglas lt. Bauregelliste Nr. 11.4.2
1. Abmessungen
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| bis max |
2800 x 6000 mm |
| Mindestmaß |
100 x 300 mm |
| max. Seitenverhältnis |
1:20 |
| Gussglas max. Abmessungen |
| 4 mm |
1200 x 2000 mm |
| 5 mm |
1500 x 2500 mm |
| 6 mm |
2000 x 3000 mm |
| 8 mm |
2000 x 4300 mm |
| 10 mm |
2000 x 4300 mm |
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2. Anwendungstechnische Hinweise
- Verordnung MA 64-39/2004
Entsprechend der Verordnung MA 64-39/2004 Tabelle 1 darf SECURIT-H – welches auch der ÖNORM EN 14179-2 entspricht - für folgende Anwendungen eingesetzt werden:
1.1.2 Glaswände an nicht absturzgefährlichen Stellen
1.1.3 Fassadenbekleidungen
1.1.5 bewegliche Elemente
Zulässige Biegespannungen siehe Tabelle rechts.
In verschiedenen Regelwerken u. a. oben genannte Verordnung wird an Gläsern, die hohe Energieabsorptionswerte aufweisen (z.B. Einfärbung, Beschichtung), ein Heat-Soak-Test gefordert.
- Bei Außenanwendungen sowie anderen sicherheitsrelevanten Ausführungen ist ESG-H erforderlich. Für Glasinnenanwendungen wie Türen, Duschen und Trennwände besteht kaum ein Spontanbruchrisiko und können daher mit „normalem“ ESG SECURIT ausgeführt werden.
- Wir empfehlen sicherheitsrelevante Anforderungen zwischen Behörden, Bauherren und Verarbeiter festzulegen.
- Bei ECKELT wird standardmäßig EMALIT-H und LITE-WALL in ESG-H ausgeführt.
- Die thermische Vorspannung bedingt, dass nachträgliches Bearbeiten des Glases wie schneiden, schleifen, bohren etc. nicht vorgenommen werden dürfen. Dies führt sofort zu Bruch oder wesentlicher Verschlechterung der Materialeigenschaften!
Alle Veredelungsprozesse sind daher immer vor dem Vorspannprozess durchzuführen.
- Anisotropien: Irrisationserscheinungen in thermisch vorgespannten Scheiben.
Bei Betrachtung des Einscheibensicherheitsglases, unter bestimmten Lichtverhältnissen und polarisiertem Licht, können Anisotropien, sogenannte Polarisationsfelder, sichtbar werden, die sich als Muster bemerkbar machen. Dieser Effekt ist für ESG physikalisch bedingt und daher charakteristisch.
- Benetzbarkeit der Glasoberfläche
Die Benetzbarkeit der Glasoberfläche kann durch Abdrücke von Rollen, Fingern, Etiketten, Papiermaserungen, Vakuumsaugern, Glättmitteln oder Gleitmitteln unterschiedlich sein. Bei feuchten Glasoberflächen infolge Beschlagsbildung, Regen oder Reinigungswasser kann die unterschiedliche Benetzbarkeit sichtbar werden. Derartige Erscheinungen sind charakteristische Merkmale und nicht reklamationsfähig.
[PDF] Toleranzen
[PDF] Allgemeine Verglasungsrichtlinien
[PDF] Reinigungs- und Wartungsempfehlung
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3. Bearbeitungen
3.1 Kantenbearbeitung
Standardmäßig wird SECURIT-H bis 2140 x 2140 mm mit gesäumten Kanten geliefert. Ab 2140 x 2140 mm Kanten nur fein oder poliert möglich.
3.2 Lochbohrung
bis 12 mm Glasdicke
Der Lochbohrungsdurchmesser (D) darf nicht kleiner sein als die Glasdicke (S).
Glasdicke 15 und 19 mm
Bohrdurchmesser mindestens 18 bzw. 25 mm
Produktionsbedingte Mindestabstände sind einzuhalten.
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Kante gesäumt (KGS)
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4. Kennzeichnung
Sichtbares Qualitätssiegel
Jede Scheibe wird an der Stirnkante im Eckbereich mit einem Qualitätssiegel (Indikatorfarbe) versehen. Diese patentierte Indikatorfarbe weist nach, dass das Glas den HST-Prozess durchlaufen hat. Vor dem Heat-Soak-Test wird an einer Kante im Eckbereich mit einer blauen Spezialfarbe ein Punkt aufgebracht, der sich unter den Testbedingungen – mindestens vier Stunden Heißlagern bei etwa 280 °C – bräunlich beige verfärbt. Damit ist belegt, dass die so markierte Scheibe den Test wirklich durchlaufen hat. Dies ermöglicht eine lückenlose Kontrolle auch bei Einbau der Scheibe in die Fassade.
Entsprechend EN 14170 sind alle ESG-H Gläser sichtbar und dauerhaft gekennzeichnet.
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Qualitätssiegel vor HST
Qualitätssiegel nach HST
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5. Nachweise
Überstimmungszertifikat:
ESG-H entspricht der deutschen Bauregelliste A Teil 1 2004/1 Anhang 11.4.2.
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6. technische Daten
SECURIT ESG aus Floatglas unterliegt einer laufenden Eigen- und Fremdüberwachung.
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