HOME ENGLISH NEWSLETTER SUCHEN & FINDEN SUCHE:
SGG STADIP Technik

Verbundsicherheitsglas nach EN ISO 12543

1. Standardtypen

STADIP-VSG aus Floatglas mit Schnittkante

Glastype Aufbau PvB-Folie
STADIP 8/2 2 x 4 mm 0,38 mm
STADIP 10/2 2 x 5 mm 0,38 mm
STADIP 12/2 2 x 6 mm 0,38 mm
STADIP 16/2 2 x 8 mm 0,38 mm
STADIP 20/2 2 x 10 mm 0,76 mm
STADIP 24/2 2 x 12 mm 1,52 mm
STADIP 30/2 2 x 15 mm 1,52 mm
STADIP 38/2 2 x 19 mm 1,52 mm

STADIP VSG - aus ESG oder TVG, Kanten poliert

Glastype Aufbau PvB-Folie
STADIP 8/2 2 x 4 mm 0,76 mm
STADIP 10/2 2 x 5 mm 0,76 mm
STADIP 12/2 2 x 6 mm 0,76 mm
STADIP 16/2 2 x 8 mm 0,76 mm
STADIP 20/2 2 x 10 mm 1,52 mm
STADIP 24/2 2 x 12 mm 1,52 mm

Sonderausführungen

Glas

Kombinationen mit anderen Gläsern - z.B. DIAMANT, PARSOL, SATINOVO, etc. - können Sie dem Kapitel Glasarten entnehmen. Mehrscheibige VSG-Kombinationen – bis zu einer maximalen Gesamtdicke von 100 mm – können auftragsbezogen gefertigt werden, Gewicht- und Größeneinschränkungen entnehmen Sie den Produktionsgrößen.

Stufenausführung an einer oder mehreren Kanten oder Sonderformen sind möglich.

STADIP kann zusätzlich mit einem Alarmgeber – SECURIT ALARM – kombiniert werden. Dabei wird in einer Ecke an der SECURIT Scheibe eine elektrische Leiterschleife eingebrannt. Bei Zerstörung wird – durch die spezifische Sprungbildung von ESG – die Leiterschleife unterbrochen und Alarm an einer an das Glas angeschossenen Alarmanlage ausgelöst. Dieses System unterliegt dem Patentschutz DP 2404278 und DP 1278292.

Folien

Abweichend von den Standardtypen können unterschiedliche Foliendicken, -arten wie SentryGlas, matt-weiße oder farbige Folien kombiniert werden.

Mögliche Foliengesamtdicken je Zwischenlage

Klar: 0,38 / 0,76 / 1,14 / 1,52 / 3,04 / 4,56 mm
SentryGlas: 1,52 mm
Matt-weiß: 0,38 / 0,76 mm
Farbig: [STADIP COLOR]

 
SECURIT ALARM – Alarmsystem mit eingebrannter Leiterschleife [PDF]
 
 

2. Abmessung

Aus Floatglas

   
bis max. 2650 x 5200 mm bzw. 2000 x 5600 mm
bzw. 1650 x 6000 mm
Maximalgewicht 1000 kg
Mindestmaß 250 x 400 mm
Max. Seitenverhältnis Einzelglasdicke < 8 mm 1:10
Einzelglasdicke > 8 mm 1:20
Max. Gesamtdicke 100 mm Mehrfachverbund

Aus Kombinationen mit PLANITHERM II ESG und COOL-LITE SKN 174 II siehe Produktionsgrößen.

 
 

3. Anwendungstechnische Hinweise

OIB Richtlinie 4 – Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit

Für die Anwendung von Glas ist in Österreich die Richtlinie 4 relevant. Diese regelt den Einsatz von STADIP VSG für nachstehende Anwendungen:

  1. zwingend erforderlich
    Glaswände an absturzgefährlichen Stellen
    Überkopfverglasungen
  2. auch vorgesehen
    Glaswände Fenster und Türen bis 1,5 m über der Standfläche
    Fassadenbekleidungen

Nachweise für Glaswände an absturzgefährlichen Stellen können durch Bauteilversuche oder rechnerischen Nachweis erfolgen, wobei Größe, Befestigungsart und Anschlüsse zu berücksichtigen sind. Mit VSG sind diese Anforderungen grundsätzlich zu erfüllen.

Ballwurfsicherheit

Für besondere Anforderungen in Sportstätten, Turnhallen, etc. kann STADIP den Anforderungen nach DIN 18032 Teil 3 entsprechen.

Feuchtigkeitseinwirkung bei VSG

Die verwendeten PvB-Folien sind hygroskopisch und extrem trocken. An den Kanten der VSG-Einheit ist die Folie der Luft ausgesetzt. Luftfeuchtigkeit oder stehendes Wasser und Tropfenbildungen am VSG-Rand bedingen ein hohes Dampfdruckgefälle. Feuchtigkeit kann somit in die Folie eindringen und diese nimmt tendenziell immer mehr Feuchtigkeit auf. Dies kann sich nach längerer Nutzungszeit durch optische Eintrübungen bzw. Ablösungen am Glasrand bemerkbar machen, führt aber zu keinem Funktionsverlust, weil dieser Effekt auf den Randbereich begrenzt bleibt.

Bei den Einbaubedingungen ist darauf zu achten, dass die Glaskante frei von stauender Nässe bleibt. Da oben beschriebene Feuchtigkeitserscheinungen am Randbereich von VSG auch von Dichtstoffen oder Klotzungsmaterial herrühren können, kommt der Verträglichkeit gegenüber angewendeten Materialen große Bedeutung zu. Unterschiedliche Substanzen die mit den PvB-Folien direkt oder indirekt kontaktieren dürfen keine chemischen oder physikalischen Wechselwirkungen (z.B. Austritt von Weichmachern) unter dem bestimmungsmäßigen Gebrauch eingehen. Die verwendeten Dichtstoffe, Verglasungsklötze, Bänder etc. sind daher auf die Verträglichkeit zur PvB-Folie abzustimmen. Wir empfehlen die Kompatibilität vom Dichtstoffhersteller prüfen zu lassen.

VSG mit freier Glaskante

Ein Schutz der Kanten gegenüber dem oben beschriebenen Effekt ist nach heutiger Erfahrung nicht möglich. Häufig wird die Meinung geäußert, dass mit dünnen Lack- oder Silikonschichten der Kantenbereich mit der Folie nach außen abgedeckt und so geschützt werden könne. Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Dichtstoffe – z.B. Silikon – sich nicht mit den PvB-Folien verbinden und daher nur am Material anliegen. Auch sind diese Dichtstoffe nicht dampfdicht, d.h. Feuchtigkeit könnte in Dampfform trotzt solcher „Präventivmaßnahmen“ in das System eindringen und zwischen diesen „Schutz“ gegenüber der Folie aktiv werden.

UV-Durchlässigkeit

PvB-Folien weisen nur eine sehr geringe UV-Transmission auf. Speziell UV absorbierende Folien können die UV-Transmission auf < 1% abmindern. Bei Verwendung solcher Folien weisen wir Sie darauf hin, dass die Vergilbung von Objekten oder Ausstellungsstücken hinter solchen Verglasungen nicht nur durch die UV-Lichtanteile im Spektralbereich 280 – 380 nm hervorgerufen werden sondern auch die Strahlung im sichtbaren Bereich des Sonnenspektrums zur Vergilbung beitragen kann. Für solche sonnenlichtbedingte Alterungserscheinungen an Gegenständen kann deshalb keine Haftung übernommen werden.

[PDF] Toleranzen
[PDF] Allgemeine Verglasungsrichtlinien
[PDF] Reinigungs- und Wartungsempfehlungen

 
 

4. Bearbeitungen

4.1 Kantenbearbeitung

Standardmäßig wird STADIP mit Schnittkanten geliefert.

Kantenqualität bei VSG

Alle bei ECKELT hergestellten VSG-Einheiten werden als Festmaß gefertigt, d.h. jede Einzelscheibe geschnitten bzw. geschliffen und anschließend verbunden. Dadurch wird die Qualität der Kante - im Gegensatz zu nachträglich aus großen Bandmaßen geschnittenen VSG - verbessert, weil der Schneid- und Brechvorgang am fertigen VSG die Gefahr des Entstehens kleinerer bis größerer Ausmuschelungen der Glaskante (Kerbwirkung) birgt.

4.2 Lochbohrungen und Ausschnitte

Aufgrund der Bruchgefahr empfehlen wir Lochbohrungen, Rand- und Eckausschnitte nur aus STADIP mit Kombinationen aus PLANIDUR oder SECURIT auszuführen.

Produktionsbedingte Mindestabstände sind einzuhalten.

 
Kante geschnitten (KG)
 
 

5. Kennzeichnung

STADIP aus Floatglas wird standardmäßig nicht gekennzeichnet.
Abhängig von der Anwendung (z.B. Liftumwehrungen) können besondere Kennzeichnungen behördlich verlangt werden, diese müssen bei der Bestellung bereits vorgegeben werden.

STADIP aus 2 x TVG wird standardmäßig gekennzeichnet.

 
 

6. Nachweise

Übereinstimmungsnachweis
STADIP Verbundsicherheitsglas entspricht der deutschen Bauregelliste A Teil 1 Lfd. Nr. 11.8

 
 

7. technische Daten

STADIP VSG unterliegt einer laufenden Eigen- und Fremdüberwachung.