Glasarchitektur pur - Ausdrucksmittel der Architektursprache
Transparente Glasfassaden oder signifikante Glasbekleidungen sind ein beliebtes Ausdrucksmittel der Architektursprache. Großflächige Fassadengliederungen werden durch sichtbare Pfosten und Riegel oftmals in ihrer optischen Wirkung als kleinere Fensterflächen wahrgenommen und reduzieren damit die geplante Großzügigkeit.
Erfolg überzeugt
Flächenbündig verklebte Glaslösungen werden seit Jahrzehnten erfolgreich realisiert und symbolisieren als Stilmittel das Erscheinungsbild des Gebäudes. Als erste verklebte SSG Fassade in Deutschland wurde von ECKELT 1984 die Morandini-Fassade für Rosenthal in Selb geliefert. Eine Überprüfung durch ift nach 10 Jahren Nutzungsdauer bestätigte die volle Gebrauchstauglichkeit.
Der anfänglichen Skepsis, welche von Behörden der statisch wirksamen Verklebung entgegengebracht wurde, wurde durch Einführung von Qualitätssicherungssystemen und technischen Regelwerken Rechnung getragen und ist mittlerweile für spezialisierte Verarbeiter als Stand der Technik etabliert.
Behördlich genehmigt
Glas-Konstruktions-Verklebungen von gestützten und ungestützten Structural Sealant Glazing sind hinsichtlich ihrer technischen Anforderungen durch die ETAG 002 (Ausgabe Jänner 2002) geregelt. Da für solche Konstruktionen noch keine harmonisierte EN Norm vorliegt und damit ein solches Produkt nicht in der EU in den Verkehr gebracht werden dürfte, hat das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) solche Glasfassaden in die Baustoffliste ÖE Punkt 3.1. aufgenommen.
Geklebte Glaskonstruktionen, welche entsprechend der ETAG 002 mit einer ETA zugelassen wurden, dürfen daher in Österreich verwendet werden.
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