3. Anwendungstechnische Hinweise
Normative Einstufung
Diese neuartige Bauweise ist derzeit noch im normativ ungeregelten Bereich, da weder die ETAG 002 noch die EN 13830 direkt für Holz-Glas-Verklebungen anwendbar ist. Eine Bewilligung der zuständigen Behörde muss daher in Österreich auf Basis der Forschungsgrundlagen im Einzelfall eingeholt werden. Zur Behördenvorlage stellt ECKELT einen „Relevanten Auszug der HGV Forschungsergebnisse für die Praxis“ [download] zur Verfügung.
Lastgrenzen des Systems durch Versuchsreihen festgelegt
Durch unterschiedliche Bauteilversuche konnte das Tragverhalten von Holz-Glas-Elementen analysiert werden. Für die über das Kopfprofil eingetragenen Kräfte betrug die System-Bruchlast mehr als 12 kN. Die daraus resultierenden Gebrauchslasten liegen zwischen 2,5 und 3,2 kN Horizontallast. Im nebenstehenden Diagram sind die verifizierten Systemgrenzen als Gebrauchslast ablesbar.
Essentiell für die lastabtragende Funktion ist die Klebeverbindung zwischen Glas und den Holzkoppelleisten. Alle Materialien wurden in Anlehnung an die ETAG 002 - Structural Sealant Glazing Systems - mit unterschiedlichen Lastzyklen und Belastungsniveaus geprüft und erfüllen die gestellten Anforderungen.
mechanischer Sicherung - in Österreich verpflichtend
Für CLIMA+WOOD können herkömmliche gasgefüllte Isoliergläser mit tragendem Randverbund nach EN 13022-1 mit CHROMATECH Edelstahlabstandhalter wie z.B. CLIMATOP ULTRA N [>] mit Ug-Werten bis 0,6 W/m².K verwendet werden. Die Einzelscheiben sind entsprechend der örtlichen Bauvorschriften auszuführen. In der Regel werden im Erdgeschossbereich ESG SECURIT und in absturzgefährdeten Bereichen Kombinationen mit Verbundsicherheitsglas STADIP eingesetzt. Um den in Österreich geltenden Bestimmungen der Baustoffliste ÖE Punkt 3.1. bei geklebten Verglasungen nachzukommen ist eine mechanische Sicherung der Glaselemente vorgesehen. In Kombination mit der Posten-Riegel Bauweise können U-Werte der Wandkonstruktion bis 0,7 W/m².K erreicht werden.
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