2. Anwendungstechnische Hinweise
2.1 Bedeutung und Erläuterung der „Spektrumsanpassungswerte“ C und Ctr
Die „Spektrums-Anpassungswerte“ C und Ctr korrigieren das bewerte Schalldämmmaß Rw: Für Schallquellen mit eher hohen Frequenzen muss der Wert C hinzuaddiert werden. Bei Schallquellen dagegen, die vor allem tiefe Frequenzen ausstrahlen, muss Ctr zu Rw addiert werden.
Beide Korrekturwerte sind immer negativ oder gleich Null, d.h. sie korrigieren das Schalldämmmaß stets nach unten.
Das akustische Verhalten eines Bauteils wird daher in Form Rw (C,Ctr) angegeben. Das heißt ein Bauteil mit den Werten Rw (C, Ctr) = 40 (-2, -8) zeigt eine „mittlere“ Dämmleistung von 40 dB. Speziell für Schallquellen mit eher hohen Tönen ist die Schalldämmung aber um 2 dB geringer, für hauptsächlich tieffrequente Schallquellen sogar um 8 dB.
2.2 Anforderungen an die Schalldämmung
Normalerweise werden Anforderungen an das Bauteil Fenster und nicht an die Verglasung alleine gestellt.
In der Regel liegen die geforderten Schalldämmmasse für die Verglasung immer höher als jener Wert der für das eingebaute Fenster gewünscht wird. Es ist Aufgabe des Architekten bzw. des (Akustik-) Planers, den maßgeblichen Außenlärmpegel zu ermitteln und die Anforderung an die Schalldämmung festzulegen.
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