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SGG CLIMAPLUS SOLAR CONTROL Technik

Technische Daten

Abmessung max. 3210 x 6000 mm

Detaillierte Angaben der Gesamtproduktpalette zu strahlungsphysikalischen Daten und Kombinationen mit erhöhtem Schallschutz entnehmen Sie unserer Isolierglasübersicht.

Glastyp (COOL-LITE) Lichttrans-
mission in %
g-Wert nach DIN EN 410 in % Ug- Wert
nach DIN
EN 673 in
W/m².K*
ST 108 7 8 1,1
ST 120 18 17 1,1
SKN 154 50 27 1,1
STB 136* 32 27 1,1
XTREME 60/28 60 28 1,0
KS 147 44 29 1,1
SKN 165 60 33 1,1
ST 150* 46 37 1,1
ST 167 59 40 1,1
SKN 174 68 41 1,1

* Ug-Werte gelten nur für senkrechte Verglasungen

Die Ug-Wertetabellen nach DIN EN 673 zeigen Funktions-Isoliergläser auf einen Blick. Die Tabellen wurden vom ift Rosenheim, erstellt und geben die eingeführten Daten nach der europäischen Norm wieder.

Übersicht Beschichtungstypen

COOL-LITE XTREME

Das neue COOL-LITE®XTREME 60/28 bietet nicht nur eine bisher einzigartig hohe Selektivität größer zwei, sondern ist mit einem Ug-Wert von 1,0 W/m².K das derzeit effizienteste Sonnenschutzglas am Markt. Anders gesagt: Eine extrem niedrige Energietransmission geht einher mit bester Lichtdurchlässigkeit.

COOL-LITE KNT

COOL-LITE KNT 155 und 164 sind selektive Sonnenschutzgläser, die eine besondere Funktionsschicht besitzen. Beide Produkte können vorgespannt, teilvorgespannt oder auch als nicht vorgespanntes Glas aus jeweils einem Vorprodukt eingesetzt werden und haben dazu noch einen guten U-Wert.

COOL-LITE K/KN/SK/SKN

Zur Herstellung dieser COOL-LITE Typen wird eine Floatglas-Scheibe PLANILUX nachträglich einseitig mit einer Edelmetallbeschichtung versehen, die einen sehr guten Sonnenschutz und im Isolierglas eine sehr hohe Wärmedämmung bietet. Die beschichtete Glasoberfläche liegt zum Scheibenzwischenraum hin und ist dadurch gegen atmosphärische und mechanische Einflüsse geschützt.

Die COOL-LITE K-Typen mit Reflexionsfarben verfügen über eine hohe Lichtdurchlässigkeit bei geringer Energietransmission (g-Wert). Die farblich neutralen COOL-LITE SK-Typen sind sogar hoch selektiv, das heißt das Verhältnis zwischen Lichtdurchlass und g-Wert liegt nahezu bei 2:1.

COOL-LITE ST

Dieses farbneutrale Sonnenschutzglas ist zu SECURIT vorspannbar, außerdem kann es gebogen, siebbedruckt, emailliert, teilvorgespannt und zu Verbundsicherheitsglas STADIP verarbeitet werden. Damit eröffnet COOL-LITE ST ein Höchstmaß an architektonischer Flexibilität – in komplexen Objekten ebenso wie in kleineren Gebäuden.

ANTELIO

Bei ANTELIO wird noch während der Glasproduktion auf die heiße Glasoberfläche eine reflektierende Metalloxidschicht aufgebracht. Danach erfolgt eine spannungsfreie Abkühlung. Die Schicht ist dadurch fest mit der Glasoberfläche verschmolzen.

Die beschichtete Glasoberfläche kann nach außen oder innen zeigen, mit jeweils anderen Sonnenschutz- und optischen Eigenschaften.

ANTELIO ist biegbar und lässt sich zu Einscheibensicherheitsglas SECURIT vorspannen.

PARSOL

PARSOL ist ein durchgefärbtes Glas, Zusätze im Gemenge bewirken bei der Produktion eine Färbung des Glases. Darauf beruht die Sonnenschutzwirkung von PARSOL: Denn die Färbung führt zu hohen Absorptionswerten und damit zu einer deutlichen Verringerung des g-Werts. Die Wirkung ist deshalb abhängig von Dicke und Farbe des Glases.

PARSOL ist erhältlich in den Farben bronze, grau und grün.

PARSOL ist biegbar und lässt sich zu Einscheibensicherheitsglas SECURIT vorspannen.

 
Beispiele COOL-LITE KNT 155
 
Beispiele COOL-LITE SKN 165
 
Beispiele COOL-LITE SKN 172
 
Beispiele COOL-LITE SKN 072
 
Beispiele COOL-LITE KN 169
 
Beispiele COOL-LITE ST 150
 
Beispiele ANTELIO
 
Beispiele PARSOL
 
 

1. Randverbund

1.1 Standardaufbau

2-Scheiben Isolierglas, Abstandhalter Aluminium in den Ecken gebogen mit 2-stufigem Abdichtungssystem, Primärdichtung aus Polyisobutylen und Sekundärdichtung mit Polysulfid.

1.2 UV-beständiger Randverbund / Silicon Structural Glazing

Unter Verwendung von Silikon als Sekundärdichtung und CHROMATECH PLUS Abstandhalter kann für spezielle Anwendungsbereiche ein UV-beständiger Randverbund an gasgefülltem Isolierglas hergestellt werden. Für solche Isoliergläser werden die Anforderungen der EN 1279-2 erfüllt. Die in dieser EN gestellten Anforderungen werden durch Prüfzeugnis TC-RAP-06-18364 bestätigt.

Warm-Edge – Wärmetechnisch verbesserter Abstandhalter lt. EN 10077-1

Neben konventionellen Aluminium-Abstandhaltern sind Isoliergläser der Familie CLIMAPLUS SOLAR CONTROL auch mit Abstandhaltern aus gering wärmeleitenden Materialien erhältlich. Dieses „Warm-Edge“-System reduziert die Wärmebrücken im Randbereich, und verbessert damit den UW-Wert des Fensters. Gleichzeitig wird Kondensat am Glasrand und am Fensterrahmen verhindert bzw. vermindert.

Die fensterimmanente Wärmebrücke wird durch den linearen Wärmedurchgangskoeffizienten ψfg oder kurz den „ψ-Wert“ charakterisiert und in die Berechnung für den U-Wert des Fensters mit einbezogen.

Für Verglasungen als Festfeld – z.B. eine Pfosten-Riegel Konstruktion – ergeben sich unterschiedliche Werte. Diese werden mit ψmg (Pfosten) und ψtg (Riegel) bezeichnet.

CHROMATECH PLUS

Das bevorzugte Verfahren zur Ermittlung des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten (ψ) ist eine Berechnung nach EN 10077-2. Solche Berechnungen sind vom Rahmenhersteller vorzunehmen, wobei systembezogen für CHROMATECH PLUS ein Rechenwert von 0,004 (lt. EN 10077-1, E3) anzusetzen ist. Dieser ist ca. 40 % besser als der geforderte Mindestwert von 0,007.

Rahmenwerkstoff Längenbezogener Wärmedurchgangs-
koeffizient für CLIMAPLUS
Ψ W/m.K
CHROMATECH PLUS Aluminium
Holz 0,052 0,08
Metall mit thermischer Trennung 0,067 0,11
PVC 0,051 0,08

Dadurch kann CHROMATECH PLUS den UW-Wert von Fenstereinheiten – in Abhängigkeit des Rahmenmaterials – um ca. 0,1 W/m².K herabsetzen. Die Kondensatneigung im Iso-Randverbund wird sichtlich gemindert.

Für Fenster-Rahmen können jedoch auch vereinfachte Standardwerte nach Anhang E2 und E8 der oben genanten EN Norm herangezogen werden.

CHROMATECH PLUS schwarz ist in folgenden Breiten ab Lager lieferbar: SZR 12, 14, 16, 18, 20 mm

 
Standardaufbau CLIMAPLUS
 
Vergleich CHROMATECH PLUS zu konventionellem Aluminium Abstandhalter
 
Optisch ansprechende Oberflächengestaltung, typisches Warm Edge Design von CHROMATECH PLUS
 
 

2. Anwendungstechnische Hinweise

Aktuelle gesetzliche Regelwerke in den jeweiligen Ländern orientieren sich in Hinblick auf die thermisch-energetische Qualität an der EU Gebäuderichtlinie 2002/91/EG.

In Übereinstimmung dazu hat das OIB in der RL 6 – Energieeinsparung und Wärmeschutz - erstmals auch für Nicht-Wohngebäude Anforderungen an den Kühlbedarf gestellt. Gleichzeitig wird Einhaltung einer maximalen Raumtemperatur von 27°C entsprechend ÖNORM B 8110-3 festgelegt. Dies ist auch für Wohngebäude zu berücksichtigen, wenngleich dafür keine Grenzwerte für einen Kühlbedarf vorgesehen sind.

Eine sommertaugliche Planung hat daher den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Licht- (und damit Wärme-) Eintrag und der Anforderung, Überhitzung zu vermeiden, zu meistern.

Für die Verglasung von Büro– und Wohnbauten stehen aus der breiten Palette der CLIMAPLUS SOLAR CONTROL Gläser mit unterschiedlichen Lichttransmissionen und effizienten Gesamtenergiedurchlassgraden (g- Wert) zur Verfügung.

Für geschoßhohe, ungünstig orientierte Verglasungen sind Kombinationen mit variablem Sonnenschutz – wie z. B. ECKLITE SC [>] möglich oder es ist eine Beschattung – z.B. mit auskragenden Bauteilen - vorzusehen.

Thermisches Bruchrisiko

Gläser mit hohem Absorptionswerten, wie z.B. in der Maße durchgefärbte Gläser (PARSOL oder ANTELIO grün), können aufgrund auftretender Temperaturwechsel zu Glasbruch führen. Wir empfehlen daher solche als SECURIT oder PLANIDUR auszuführen.

Raumseitig liegende Sonnen- oder Blendschutzmaßnahmen wie z.B. Rollos oder Jalousien können bei ungünstiger Anordnung mit geringer Hinterlüftung oder hohen Abstrahlungen ebenfalls temperaturindizierten Glasbruch auslösen, dies ist bei der Planung zu berücksichtigen. Wir empfehlen daher die im kritischen Temperaturbereich liegende Innen- oder Außenscheiben als SECURIT oder PLANIDUR auszuführen.