2. Randverbund
2.1 Standardaufbau
3-Scheiben Isolierglas mit „geschlossenem Abstandhaltersystem“– in den
Ecken gebogen. Abstandhalter Aluminium 0,067 ψ W/m.K. 2-stufiges
Abdichtungssystem mit Primärdichtung aus Polyisobutylen und Sekundärdichtung
mit Polysulfid.
Warm-Edge-Lösungen empfohlen
Außer mit konventionellen Aluminium-Abstandhaltern sind die Isoliergläser
der Familie CLIMATOP auch mit Abstandhaltern aus gering wärmeleitenden
Materialien erhältlich. Dieses „Warm-Edge“-System reduziert die Wärmebrücken
im Randbereich, somit wird die Wärmedämmung des Fensters bis zu 10 % verbessert und das Kondensat
am Isolierglasrand und Fensterrahmen vermindert.
Die fensterimmanente Wärmebrücke wird durch den linearen
Wärmedurchgangskoeffizienten ψfg oder kurz den „ψ-Wert“ charakterisiert
und in die Berechnung für den UW-Wert des Fensters mit einbezogen.
In neuer EN ISO 10077-1 wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines kompletten
Fensters aus den U-Werten für Glas und Rahmen mit den entsprechenden
Flächen und eben dem ψ-Wert mit dem Glasumfang berechnet.
CHROMATECH PLUS
Messungen und Berechnungen am ift Rosenheim belegen, dass mit
dünnwandigen Edelstahl-Abstandhaltersystemen wesentlich geringere ψ–Werte erreichbar sind. Ein typischer Vergleich bei Verwendung von Aluminium-, Holz- und PVC-Rahmen lautet:
| Rahmenmaterial |
Längenbezogener Wärmedurchgangs-
koeffizient
Ψ W/m.K
für CLIMATOP MAX |
| CHROMATECH PLUS |
Aluminium |
| Holz |
0,052 |
0,08 |
| Metall mit thermischer Trennung |
0,063 |
0,11 |
| PVC |
0,048 |
0,08 |
Dadurch kann CHROMATECH PLUS den UW-Wert von Fenstereinheiten – in
Abhängigkeit des Rahmenmaterials – um ca. 0,1 W/m².K herabsetzen. Die
Kondensatneigung im Iso-Randverbund wird sichtlich gemindert.
Vereinfachte Standardwertberechnung
Für Fenster-Rahmen können auch vereinfachte Standardwerte nach Anhang E2 und E8 der EN 10077-1, E3 herangezogen werden. Die vereinfachte Berechnung führt tendenziell zu schlechteren Ergebnissen.
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